Spreewaldmarathon 2021

Die sportliche Bewertung von Jörg:

Nur zur korrekten Wiedergabe unserer Aktivitäten- die Nettozeit auf der Strecke betrug 3:46 h, die Garmin Start-Stop-Automatik ist unbestechlich. Die Hauptsache unseres gemeinschaftlichen Ausflugs wurde innerhalb der Bruttozeit plus Vor- und Nachbereitung auf dem Straupitzer Parkplatz absolviert- persönliche Gespräche, Austausch von Erinnerungen & Zukunftsplänen, genießen der weitläufigen Landschaft sowie Kaffee und Snacks in den Pausen genießen. Ein großartiger Tag.

Diese Einordnung war wohl nötig, da Sven für den Track 6:17:57 h für 62,52 km ausgewiesen hat.

Skilauf in Berlin Februar 2021

Sonntag der 21.02.2021, 10:00 Uhr Trainingstreffpunkt in den Müggelbergen:

Die Sonne blinzelt schon durch den Kiefernwald, der Müggelturm steht im hellen Sonnenschein. Ein schöner Frühlingsmorgen. Es ist kaum zu glauben, dass wir uns vor einer Woche an gleicher Stelle getroffen haben, um Ski zulaufen. Die Wege hatten ausreichend Schnee und konnten gut gelaufen werden. Seit ca. 10 Jahren wieder das erste mal Skilaufen in Berlin. Es war schon ein gutes Gefühl durch den Schnee zu gleiten nach der Abstinenz bisher. Im Gebirge gibt es ja reichlich Schnee, aber auf Grund der Reisebeschränkungen keine Unterkünfte.

In meinen Erinnerungen an die früheren Zeiten, als im Winter in Berlin häufig Schnee lag und wir hier oder im Umland ohne großen Aufwand Ski laufen konnten, gab es ein Problem. Wir liefen in der klassischen Technik, Skating gab es noch nicht. Da war es dann frustrierend, wenn die frisch angelegte Loipe innerhalb kürzester Zeit durch Fußgänger platt getreten war. Das ist aktuell kein Problem mehr. Den Loipen ergeht es zwar heute genauso wie damals, aber auf den glatten Wegen kommt man mit der neuen Technik auch gut und vor allem freudvoll voran. Ein positiver Aspekt der neueren Zeit.

Schnell war es wieder vorbei mit Winter und Schnee, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis.

Uwe

Statt Skirollern in Kienbaum – eine Ausfahrt nach Kloster Zinna

Im Oktober gab es die Frage: was machen wir am 25.10.2020? Das war der langfristige Termin für unser Skirollerrennen in Kienbaum, das koronabedingt abgesagt werden musste.

Nachdem klar war, dass es schön wäre etwas gemeinsam zu unternehmen, als dem Rennen in Kienbaum nachzutrauern, war natürlich die Frage: aber was machen? Kristin hatte dann den Vorschlag: Kloster Zinna. Hier treffen sich verschiedene Rundkurse des Flämingskates, es gib eine Gaststätte und reichlich Historie. Erste Umfragen bestätigten, dass der Vorschlag passt. Kristin, ein noch junges Mitglied im Verein, beließ es aber nicht nur bei dem Vorschlag, klärte den Treffpunkt und das Mittagessen im Hotel „Alte Försterei“. Perfekt! Am Sonntag, 25.10.2020, 10.00 Uhr trafen sich 14 Bären am RK 3 bei Koster Zinna. Die Ausrüstung der Gruppe war sehr unterschiedlich: Skiroller Skating und Klassik, Fahrrad und Wanderstiefel, auch Messer und Pilzkorb waren dabei. Die große Unbekannte bei so einer Outdoorveranstaltung, das Wetter, hatten wir voll auf unserer Seite: Sonne..! Unsere Strecke, der RK3 ist ca. 11 km lang, mit superschnellem Belag, aber auch engen Kurven und einer langen Abfahrt. Mir persönlich war das zu heikel. Nach einer Runde mit mehreren Landungen war der Spaß vorbei. Da es mal angedacht war, die Rollertour nach Kolzenburg auszudehnen, bin ich mit Edel im Auto als Empfangskomitee vorausgefahren. Da wussten wir aber nicht, dass statt des RK5 der RK3 zweimal gefahren wurde. So musste wir im „Eichenkranz“ den Kaffee allein trinken. Zu 13.30 Uhr war das Essen In Kloster Zinna angemeldet. In einer etwas kleineren Runde haben wir es uns aus der regionalen Küche schmecken lassen. Den Schlusspunkt bildete dann die Präsentation der Pilzwanderer. O,ha reiche Beute! Das war ein gelungener Tag. Uwe Ruppin SG EBB, Abt. Ski

Vasalauf des Sommers 2020

Mit unendlich vielen Rollerkilometer, z.B. 66 km  an seinem 66 sten Geburtstag, hat sich Hans auf den 16. DMS-Flämingskate vorbereitet und das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein hervorragender 2. Platz über 93 km. Glückwunsch!

Wahnsinn Vasalauf oder zwei „Bären“ beim größten Volkslauf der Welt

Vasalauf = 90 km ohne viele Berge, Tendenz leicht bergab, die kleinen Hügel zum Schluss werden dann zu riesigen Bergen. Vom Profil her ist das ein relativ leichter Lauf, was abschreckt sind die 90 km oder eben die Länge der Zeit, die man auf Grund der Startgruppe oder den herschenden Bedingungen dafür benötigt. Da wir uns nach vorne qualifizieren wollten, hatten wir uns dafür entschieden, am Dienstag vor dem Hauptlauf den Halbvasa zu absolvieren. Dieser zählt als Qualilauf, wenn man keinen anderen Lauf vorweisen kann. Also Dienstag 45 km; Sonntag 90 km . Vorbereitung für solch eine Woche beginnt schon ein Jahr davor. Da ja bekanntlich Ruderer im Winter gemacht werden und Skiläufer im Sommer, passte das alles ganz gut bei mir zusammen. Mit einem Unterschied: wir Ruderer hatten im September unsere Worldmasters Regatta. Danach ist eigentlich Schluss. Aber ich hatte ja ein neues Ziel. Ich habe mein Training von kurzen harten Einheiten auf lange,nicht so intensive Einheiten umgestellt, also sehr zeitintensive Einheiten. Früher bin ich viel gelaufen, das habe ich weniger gemacht, dafür mehrstündige Einheiten auf dem Ruderergo und am Skiergometer von Concept2. Nach Silvester gings dann gleich im neuen Jahr auf Schneesuche und so landete ich mit meinen Ruderkumpel, der auch den Vasa mitmachte, im Pillerseetal. Der einzige Ort wo Schnee lag, so dass wir unsere ersten langen Skitouren machen konnten. Erster Wettkampf sollte der Kammlauf Ende Januar sein, der aber wegen Schneemangel ausfiel. Im zweiten Block in den Februarferien war aber auch nicht allzuviel möglich. Also weiter Trockentraining. So kam es, dass der Halbvasa mein erster Skiwettkampf werden sollte. Da die Bedingungen in Schweden auch nicht super waren und man seit Wochen damit kämpfte die Hauptstrecke zu pflegen (damit die Vasdawoche überhaupt stattfinden konnte) war das Training auf der Orginalstrecke nicht möglich. Es lag teilweise wirklich nur ein 3 m breites weißes Band im grünen Wald. Somit war klar, dass es also von der Startgruppe am Sonntag abhängt, wo man ankommt. Alle Doppelstarter waren wir beim Halbvasa am Dienstag in Startgruppe 0. Die Spur war knochenhart und tief aus Kunstschnee und altem Schnee gepresst, dadurch pfeilschnell – nichts für Angsthasen in den Abfahrten. So wird das wohl mein schnellster 43- km-Lauf bleiben. Ich war in 2:07 h im Ziel, Hans in 2:22 h. Damit hatten wir am Sonntag folgende Startgruppen. Hans startete aus der Startgruppe 5 und ich aus der Startgruppe 3. Zum Verständnis: es gibt beim Vasalauf keine Nettolaufzeit. Wenn der Starschuss fällt, zählt für alle die Zeit und der Sieger ist der, der als Erster über die Zielline fährt. Soweit erstmal – jetzt hieß es regenerieren und sich für Sonntag erholen. Das Wetter war bis dahin absolut traumhaft, es schien die Sonne und auf den Trainingsstecken waren beste Bedingungen. Schulzreisen gab sich wirklich die größte Mühe, aber auch er kam nicht an die Hauptstrecke und somit konnten wir nur in einem Skigebiet trainieren. Man testete Skier (Wachs- oder Fellski), denn die Wetterprognose verhieß nichts Gutes für den Hauptlauf. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen und es fing wirklich pünktlich nachts um 1 Uhr an zu schneien. Das Ganze ging dann noch am Sonntag bis ca 11 Uhr. Im Startgarten waren keine Spuren mehr zu sehen. Wachstechnisch gab es aber keine Probleme, da es deutlich unter Null war und auch blieb. Also ich hatte dünn Eis gekilstert und mit Hartwachs abgedeckt, weil man nicht wußte wie viel Neuschnee kommt oder ob Eis und Kunstschnee durchkommen. Der Startschuss fiel und 15.000 Leute machten sich auf den Weg vom Skistadion den Berg hoch zu kommen. Da ich in Gruppe 3 war, sollte es ohne Anstehen gehen, lief auch am Anrfang sehr gut bis es kurz zum Stillstand kam und im Gerangel durch einen Skistock meine Bindung aufging. Ich verlor mein Ski. Panik machte sich kurz breit. Zum Glück konnte ich ihn aber greifen und kämpfte mich an die Seite, um den Ski wieder anzulegen. Nach ein paar Minuten, gefühlte Ewigkeit, gelang es und ich konnte weiterlaufen. Als wir oben auf dem Plateau waren, teilte sich das Feld in 4 bzw 3 Spuren auf. Das Ganze glich einer langen Polonaise. Letztes Mal waren oben noch 8 Spuren. Überholen ging also relativ schwer. Es sollte aber noch besser kommen. So nahm man also mit allen anderen das Tempo auf und immer noch Schneefall. Nach dem ersten Verpflegungspunkt, wo ich diesmal eine halbe Stunde eher war als beim letzten Vasalauf, machte sich Hoffnung auf eine gute Zeit breit. Aber immer noch dieser Schneefall. Die Hoffnung zerbrach am dritten Verpflegungspunkt, da gings mir dann auch noch besch… . Ich dachte, wenn jetzt Hans noch vorbei kommt, hör ich auf und fahre Bus. Wir hatten erst 35 km weg. Mein Tief zog sich noch die nächsten 12 km weiter, mit Krämpfen in der Brust und im Bauch. Der Ski lief nicht, ich hatte bei dem Schneefall kein Bock mehr, überholen ging nicht: einfach nur ätzend. Aber Hans kam nicht und über die Hälfte war jetzt weg. Die Hühnerbrühe hatte auch endlich angeschlagen und es ging mir zunehmend besser. Dann kam ein Stück, da war es so eng, dass man nur in einer Spur hintereinander fuhr. Man hatte zwar die Möglichkeit eine zweite Spur aufzumachen, wäre aber mörderisch gewesen, da man hätte selber spuren müssen. Hans war bis zu diesem Zeitpunkt nicht da und ich wusste, jetzt kommt er nicht mehr vorbei. Nun lief es wie von selbst und die letzten 20 km machten wieder richtig Spaß. Der Schneefall hatte aufgehört, die Strecke wurde breiter und es gab endlich Überholspuren. Somit sammelte ich noch Läufer ein. An eine Topzeit war nicht mehr zu denken. Aber ein Gedanke blieb: „Hoffentlich schneller als beim letzten Vasalauf vor 3 Jahren.“ Im Ziel angekommen, war ich wirklich 8 Sekunden schneller und 8 Minuten hatten mir an der 50% Zeitregel für die große Vasdamedaille gefehlt. Die Zuschauer an der Strecke und an den Verpflegungspunkten sorgten für gute Stimmung und im Ziel sowieso. Man wird namentlich genannt, wenn man im Ziel ist und auch bei den Verpflegungspunkten. Hurra es war geschafft! So jetzt Ski abgeben, zum Duschschuttl und aus den Sachen raus, dann warme trockene Sachen an. Danach endlich ein Bierchen. Nun hinüber zum Schulz-Bus und ins Quartier auf meinen Kumpel warten. Aber wer saß im Bus? – „unser Hänschen“. Da war er Erster im Bus und so quatschten wir, wie es jedem ergangen war. Unsere Zeiten und Platzierungen: Hans 43 km-Lauf Zeit: 2:22 h Hauptlauf 90 km Zeit: 6:58,39 h Platzierungen: 2356 Klaus 2:07 h 90 km 6:45,08 h 1879 Schlussfolgerung : absoluter Wahnsinn, ätzend bei Schneefall, top Organisation beim Lauf Schulzreisen – top Reiseunternehmen – jeder Zeit wieder Euer Klaus

Zum Jahreshöhepunkt ins Museum

Traditionell ist für uns Skiläufer die Berliner Meisterschaft, in den letzten Jahren in Mühlleithen, der Saisonhöhepunkt. Am 23. Februar 2020 war das etwas anders. Die Quartiere waren zwar gebucht, aber die Meisterschaft wegen Schneemangel abgesagt. Es musste also ein Plan B her. Die Fahrt ins Vogtland sollte doch wieder ein Erlebnis werden! Die Region um Klingenthal ist als Wiege des Musikinstrumentenbaus bekannt. Was lag da näher, uns darüber genauer zu informieren. Die Ankündigungen des Musikinstrumenten Museum in Markneukirchen machten uns neugierig, wurden aber voll erfüllt: 3500 Musikinstrumente aus aller Welt, dabei die Kleinsten und die Größten, z.B. die weltgrößte Geige, 4,27 m hoch, oder die Riesentuba mit einer Rohrlänge von 11,20 m. Aber auch die Informationen zum Instrumentenbau, einschließlich der Blick in eine Werkstatt, war sehr anschaulich. Die Sammlung von vogtländischen Streich-, Zupf- und Blasinstrumenten vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit zeigte große Schaffensbreite der Region. Beeindruckt, von der präsentierten Kunstfertigkeit, verließen wir das Museum. Aber dabei wollten wir es nicht bewenden lassen, eigentlich stand ja Skilaufen auf dem Programm. Das Skistadion in Mühlleithen war dafür nicht mehr zu nutzen, aber die Kammloipe bei Carlsfeld hatte noch eine durchgehende Schneeauflage. Damit funktionierte auch der 2. Teil vom Plan B: 2 Stunden Skilaufen und alle waren glücklich.

Uwe Ruppin, Abt.Ski EBB

350 Jahre Musikinstrumentenbau

Quelle: Musikinstrumenten Museum Markneukirchen