Vasalauf des Sommers 2020

Mit unendlich vielen Rollerkilometer, z.B. 66 km  an seinem 66 sten Geburtstag, hat sich Hans auf den 16. DMS-Flämingskate vorbereitet und das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein hervorragender 2. Platz über 93 km. Glückwunsch!

Wahnsinn Vasalauf oder zwei „Bären“ beim größten Volkslauf der Welt

Vasalauf = 90 km ohne viele Berge, Tendenz leicht bergab, die kleinen Hügel zum Schluss werden dann zu riesigen Bergen. Vom Profil her ist das ein relativ leichter Lauf, was abschreckt sind die 90 km oder eben die Länge der Zeit, die man auf Grund der Startgruppe oder den herschenden Bedingungen dafür benötigt. Da wir uns nach vorne qualifizieren wollten, hatten wir uns dafür entschieden, am Dienstag vor dem Hauptlauf den Halbvasa zu absolvieren. Dieser zählt als Qualilauf, wenn man keinen anderen Lauf vorweisen kann. Also Dienstag 45 km; Sonntag 90 km . Vorbereitung für solch eine Woche beginnt schon ein Jahr davor. Da ja bekanntlich Ruderer im Winter gemacht werden und Skiläufer im Sommer, passte das alles ganz gut bei mir zusammen. Mit einem Unterschied: wir Ruderer hatten im September unsere Worldmasters Regatta. Danach ist eigentlich Schluss. Aber ich hatte ja ein neues Ziel. Ich habe mein Training von kurzen harten Einheiten auf lange,nicht so intensive Einheiten umgestellt, also sehr zeitintensive Einheiten. Früher bin ich viel gelaufen, das habe ich weniger gemacht, dafür mehrstündige Einheiten auf dem Ruderergo und am Skiergometer von Concept2. Nach Silvester gings dann gleich im neuen Jahr auf Schneesuche und so landete ich mit meinen Ruderkumpel, der auch den Vasa mitmachte, im Pillerseetal. Der einzige Ort wo Schnee lag, so dass wir unsere ersten langen Skitouren machen konnten. Erster Wettkampf sollte der Kammlauf Ende Januar sein, der aber wegen Schneemangel ausfiel. Im zweiten Block in den Februarferien war aber auch nicht allzuviel möglich. Also weiter Trockentraining. So kam es, dass der Halbvasa mein erster Skiwettkampf werden sollte. Da die Bedingungen in Schweden auch nicht super waren und man seit Wochen damit kämpfte die Hauptstrecke zu pflegen (damit die Vasdawoche überhaupt stattfinden konnte) war das Training auf der Orginalstrecke nicht möglich. Es lag teilweise wirklich nur ein 3 m breites weißes Band im grünen Wald. Somit war klar, dass es also von der Startgruppe am Sonntag abhängt, wo man ankommt. Alle Doppelstarter waren wir beim Halbvasa am Dienstag in Startgruppe 0. Die Spur war knochenhart und tief aus Kunstschnee und altem Schnee gepresst, dadurch pfeilschnell – nichts für Angsthasen in den Abfahrten. So wird das wohl mein schnellster 43- km-Lauf bleiben. Ich war in 2:07 h im Ziel, Hans in 2:22 h. Damit hatten wir am Sonntag folgende Startgruppen. Hans startete aus der Startgruppe 5 und ich aus der Startgruppe 3. Zum Verständnis: es gibt beim Vasalauf keine Nettolaufzeit. Wenn der Starschuss fällt, zählt für alle die Zeit und der Sieger ist der, der als Erster über die Zielline fährt. Soweit erstmal – jetzt hieß es regenerieren und sich für Sonntag erholen. Das Wetter war bis dahin absolut traumhaft, es schien die Sonne und auf den Trainingsstecken waren beste Bedingungen. Schulzreisen gab sich wirklich die größte Mühe, aber auch er kam nicht an die Hauptstrecke und somit konnten wir nur in einem Skigebiet trainieren. Man testete Skier (Wachs- oder Fellski), denn die Wetterprognose verhieß nichts Gutes für den Hauptlauf. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen und es fing wirklich pünktlich nachts um 1 Uhr an zu schneien. Das Ganze ging dann noch am Sonntag bis ca 11 Uhr. Im Startgarten waren keine Spuren mehr zu sehen. Wachstechnisch gab es aber keine Probleme, da es deutlich unter Null war und auch blieb. Also ich hatte dünn Eis gekilstert und mit Hartwachs abgedeckt, weil man nicht wußte wie viel Neuschnee kommt oder ob Eis und Kunstschnee durchkommen. Der Startschuss fiel und 15.000 Leute machten sich auf den Weg vom Skistadion den Berg hoch zu kommen. Da ich in Gruppe 3 war, sollte es ohne Anstehen gehen, lief auch am Anrfang sehr gut bis es kurz zum Stillstand kam und im Gerangel durch einen Skistock meine Bindung aufging. Ich verlor mein Ski. Panik machte sich kurz breit. Zum Glück konnte ich ihn aber greifen und kämpfte mich an die Seite, um den Ski wieder anzulegen. Nach ein paar Minuten, gefühlte Ewigkeit, gelang es und ich konnte weiterlaufen. Als wir oben auf dem Plateau waren, teilte sich das Feld in 4 bzw 3 Spuren auf. Das Ganze glich einer langen Polonaise. Letztes Mal waren oben noch 8 Spuren. Überholen ging also relativ schwer. Es sollte aber noch besser kommen. So nahm man also mit allen anderen das Tempo auf und immer noch Schneefall. Nach dem ersten Verpflegungspunkt, wo ich diesmal eine halbe Stunde eher war als beim letzten Vasalauf, machte sich Hoffnung auf eine gute Zeit breit. Aber immer noch dieser Schneefall. Die Hoffnung zerbrach am dritten Verpflegungspunkt, da gings mir dann auch noch besch… . Ich dachte, wenn jetzt Hans noch vorbei kommt, hör ich auf und fahre Bus. Wir hatten erst 35 km weg. Mein Tief zog sich noch die nächsten 12 km weiter, mit Krämpfen in der Brust und im Bauch. Der Ski lief nicht, ich hatte bei dem Schneefall kein Bock mehr, überholen ging nicht: einfach nur ätzend. Aber Hans kam nicht und über die Hälfte war jetzt weg. Die Hühnerbrühe hatte auch endlich angeschlagen und es ging mir zunehmend besser. Dann kam ein Stück, da war es so eng, dass man nur in einer Spur hintereinander fuhr. Man hatte zwar die Möglichkeit eine zweite Spur aufzumachen, wäre aber mörderisch gewesen, da man hätte selber spuren müssen. Hans war bis zu diesem Zeitpunkt nicht da und ich wusste, jetzt kommt er nicht mehr vorbei. Nun lief es wie von selbst und die letzten 20 km machten wieder richtig Spaß. Der Schneefall hatte aufgehört, die Strecke wurde breiter und es gab endlich Überholspuren. Somit sammelte ich noch Läufer ein. An eine Topzeit war nicht mehr zu denken. Aber ein Gedanke blieb: „Hoffentlich schneller als beim letzten Vasalauf vor 3 Jahren.“ Im Ziel angekommen, war ich wirklich 8 Sekunden schneller und 8 Minuten hatten mir an der 50% Zeitregel für die große Vasdamedaille gefehlt. Die Zuschauer an der Strecke und an den Verpflegungspunkten sorgten für gute Stimmung und im Ziel sowieso. Man wird namentlich genannt, wenn man im Ziel ist und auch bei den Verpflegungspunkten. Hurra es war geschafft! So jetzt Ski abgeben, zum Duschschuttl und aus den Sachen raus, dann warme trockene Sachen an. Danach endlich ein Bierchen. Nun hinüber zum Schulz-Bus und ins Quartier auf meinen Kumpel warten. Aber wer saß im Bus? – „unser Hänschen“. Da war er Erster im Bus und so quatschten wir, wie es jedem ergangen war. Unsere Zeiten und Platzierungen: Hans 43 km-Lauf Zeit: 2:22 h Hauptlauf 90 km Zeit: 6:58,39 h Platzierungen: 2356 Klaus 2:07 h 90 km 6:45,08 h 1879 Schlussfolgerung : absoluter Wahnsinn, ätzend bei Schneefall, top Organisation beim Lauf Schulzreisen – top Reiseunternehmen – jeder Zeit wieder Euer Klaus

Zum Jahreshöhepunkt ins Museum

Traditionell ist für uns Skiläufer die Berliner Meisterschaft, in den letzten Jahren in Mühlleithen, der Saisonhöhepunkt. Am 23. Februar 2020 war das etwas anders. Die Quartiere waren zwar gebucht, aber die Meisterschaft wegen Schneemangel abgesagt. Es musste also ein Plan B her. Die Fahrt ins Vogtland sollte doch wieder ein Erlebnis werden! Die Region um Klingenthal ist als Wiege des Musikinstrumentenbaus bekannt. Was lag da näher, uns darüber genauer zu informieren. Die Ankündigungen des Musikinstrumenten Museum in Markneukirchen machten uns neugierig, wurden aber voll erfüllt: 3500 Musikinstrumente aus aller Welt, dabei die Kleinsten und die Größten, z.B. die weltgrößte Geige, 4,27 m hoch, oder die Riesentuba mit einer Rohrlänge von 11,20 m. Aber auch die Informationen zum Instrumentenbau, einschließlich der Blick in eine Werkstatt, war sehr anschaulich. Die Sammlung von vogtländischen Streich-, Zupf- und Blasinstrumenten vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit zeigte große Schaffensbreite der Region. Beeindruckt, von der präsentierten Kunstfertigkeit, verließen wir das Museum. Aber dabei wollten wir es nicht bewenden lassen, eigentlich stand ja Skilaufen auf dem Programm. Das Skistadion in Mühlleithen war dafür nicht mehr zu nutzen, aber die Kammloipe bei Carlsfeld hatte noch eine durchgehende Schneeauflage. Damit funktionierte auch der 2. Teil vom Plan B: 2 Stunden Skilaufen und alle waren glücklich.

Uwe Ruppin, Abt.Ski EBB

350 Jahre Musikinstrumentenbau

Quelle: Musikinstrumenten Museum Markneukirchen

Spritztour in Kienbaum

Der 28. Langstreckenpokal fand wieder am ersten Sonntag im November statt, an unserem traditionellen Termin. Tradition hin oder her, leider hat die große Rollskigemeinde nicht gemeldet. Über 30 km Herren und 15 km Damen war es eine Berliner Meisterschaft mit wenigen „Gästen“. Aber deshalb die lange geplante Veranstaltung ausfallen zu lassen, stand nicht zur Disposition. Auch das regnerische Wetter änderte daran nichts. Umso mehr gilt mein Dank den standhaften Wettkämpfern und den unerschrockenen Helfern vom Skiverband Berlin und unseres Vereins.

Auf Grund des Regens war die Bitumenbahn zwar nass, aber gefegt und damit ohne Risiko. Für die Siegerehrung stand wieder die Laufhalle zur Verfügung. Damit war es für alle zum Schluss trocken und warm.

Das Rennen über 30 km der Herren fand ohne die Favoriten der Vorjahre, wie Oleksandr, Dirk oder Falk, statt. Damit konnte sich Stefan Lambrecht, SG Einheit Berliner Bär, nach 2003 wieder auf dem Pokal verewigen.

Bei der Jugend M17 über 15 km siegte mit großem Vorsprung Nils Bittner, TSG Schkeuditz. Hier wächst eine neue Konkurrenz für die Männer im nächsten Jahr über 30 km heran.

In der Schülerklasse M15 über 5 km hatte Paul Wöhlers, SC Pallas Berlin, keine auswärtige Konkurrenz und siegte mit deutlichem Abstand. Nun freut er sich auf das nächste Jahr, dann kann er in der U17 über 15 km starten.

Im Rennen der Damen über 15 km ging ein Quartett an den Start aus dem Eva Stöckel, SC Pallas Berlin, im Spurt gewann. Schneller war nur in der W17 Sina Scholz, SG Grün-Weiß Pirna, In der Schülerklasse W15 über 5 km distanzierte Tony Ilse Weber, TSG Schkeuditz ihre Berliner Konkurrentinnen deutlich.

Die Pokalgewinner 2019:

Langstreckenpokal 15 km Damen Eva Stöckel, SC Pallas Berlin
30 km Herren Stefan Lambrecht, SG Einheit Berliner Bär
Altersklassenausgleichswertung Damen Mechtild Richter, TSG Schkeuditz
Herren Hans Raschke, SG Einheit Berliner Bär
SISU Pokal Sven Mittendorf, SG Einheit Berliner Bär

Bei der Auswertung der Berliner Meisterschaft ist es besonders erfreulich, dass bei den Damen ausreichend Aktive am Start waren und erstmals seit 2016 wieder eine Meisterin gekürt werden konnte.

Berliner Rollskimeister/in 2019:

15 km Damen Eva Stöckel, SC Pallas Berlin

30 km Herren Stefan Lambrecht, SG Einheit Berliner Bär

5 km Schülerin W15 Josefine Reuß, SC Pallas Berlin

5 km Schüler M15 Paul Wohlers, SC Pallas Berlin.

(alle Ergebnisse hier)

Erstmals hatten wir bei der Berliner Meisterschaft einen Start für die AK U10 und U12 vorgesehen, aber es blieb bei Einzelstarter.    

Zum Schluss noch ein Blick voraus ins nächste Jahr. Wir werden bei den Schüler- und Jugendklassen weiter aufsplitten, so dass nur noch zwei Jahrgänge in einer Klasse laufen werden.

Der Termin steht auch bereits fest: der 29. Langstreckenpokallauf findet am 25. Oktober 2020 wieder in Kienbaum statt.

Uwe Ruppin

SG EBB, Abt.Ski

Der Pokalgewinner 2019 auf dem Weg ins Ziel und weitere Bilder:

Herbstfeier mit historischem Hintergrund

Es gab wieder etwas zu feiern. Geburtstag! Unser Verein wird 70. Am 19.11.1949 erfolgte die Gründung von Einheit Berliner Bär. Ein Anlass innezuhalten und einmal zurück zu schauen. Dem Vorstand gelang es zu diesem besonderen Ereignis Gymnastinnen und Skiläufer in angenehmer Atmosphäre in der Gaststätte „Ännchen von Tharau“ zusammen zu holen.

Unser Vorsitzender Hans zeigte noch einmal die Etappen des Vereins auf. Anfangs als großer Sportverein mit Volkssport- und Leistungssportcharakter in vielen Disziplinen. Gegenwärtig sind wir ein kleiner Verein für Volkssport. Die Bedingungen haben sich grundsätzlich geändert. Wer heute so Sport treiben will, muss schon ein echter Fan sein.

Insofern hatten wir einen guten Grund gemeinsam, unser Glas zu erheben, uns und unserem Verein alles Gute zu wünschen. Essen, Musik und Tanz und ein Quiz sorgten für gute Stimmung.

Dank an den Vorstand, es war eine gelungene Veranstaltung!

Uwe

Abt. Ski

70 Jahre SG Einheit Berliner Bär

Festrede zu 70 Jahre SG Einheit Berliner Bär

Ja liebe Sportfreunde in wenigen Tagen ist es soweit. Unser Verein feiert seinen 70. Geburtstag.

Aus diesem Anlass haben wir uns hier und heute noch einmal versammelt um ein wenig Rückschau zu halten. Viele fragen sich vermutlich, ja wie war das eigentlich damals und warum 70 Jahre, schließlich weist unsere Satzung einen anderen Termin aus.

Aber der Reihe nach wollen wir heute an unsere Geschichte erinnern. 

Zunächst war es so, dass nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland sich keine Vereine oder Vereinigungen und sonstige Institutionen zusammenschließen durften. Das änderte sich erst im Jahre 1949 mit der Ausprägung der damaligen BRD und der damaligen DDR.

Ab Oktober 1949 war somit die Gründung auch von Betriebssportgemeinschaften möglich. Es hat noch ein paar Wochen gedauert, ehe sich die BSG Einheit Berliner Bär am 19.11.1949 dann tatsächlich gegründet hat.

Die Gründung erfolgte unmittelbar nach einem Fußballspiel auf dem damaligen Gelände des Stadions der Weltjugend in der Chausseestraße, welches im Zeichen des Massensports von damaligen Magistratsmitarbeitern stand. Zunächst wurde die BSG unter die Obhut der Industriegewerkschaft des FDGB gestellt. Später wurde die BSG vom Trägerbetrieb dem Magistrat angegliedert und erhielt von dort immer wieder mal notwendige Unterstützung.

Schon zu Beginn der 50 er Jahre hatte die BSG 15 Sektionen mit bereits über 900 Mitgliedern.

Folgende Sektionen gab es da bereits:

Eishockey

Eisschnelllauf

Eiskunstlauf

Faustball

Fußball

Gymnastik

Kanu

Kegeln (Asphalt/Bohle)

Leichtathletik

Radsport

Rodeln

Schwimmen

Skilanglauf

Tennis

Tischtennis

Wandern

Einen ersten größeren Aderlass gab es Mitte der 50 er Jahre, weil im Zuge der Konzentrierung des Leistungssportes in sogenannte Sportklubs insgesamt 95 Sportfreunde in solche Sportclubs delegiert wurden. Die Sektion Eishockey wanderte komplett zur Gründung des SC Dynamo Berlin ab. Sie war damit der Begründer und Vorfahre der heutigen Eisbären.

Aber auch andere Sportfreunde, welche später in der Welt erfolgreich unterwegs waren hatten ihren Ursprung bei den Berliner Bären. Erwähnt seien hier stellvertretend Helga Haase und Andre Hoffmann. Klar wurde damit über Jahrzehnte nicht nur der Berliner Sport mit dominiert, auch im Republickmaßstab gab es immer wieder herausragende Ergebnisse insbesondere in den Sparten Radsport, Leichtathletik, Kegeln und auch im Skilanglauf. 

Das alles konnte sich nur entwickeln, weil es immer wieder auch Sportfreunde gab, welche sich im Hintergrund oder auch im Ehrenamt um die Entwicklung der einzelnen Sektionen bzw. des gesamten Vereins verdient gemacht haben.

Als Mann der ersten Stunde ist vor allem immer wieder Erwin Ruppin zu nennen. Er leitete ehrenamtlich über 35 Jahre unsere damalige BSG. Bis zu seinem 78. Geburtstag war er der Garant für die Entwicklung der BSG Einheit Berliner Bär. Ihm zur Seite standen aber auch solche Verdienstvollen Sportskameraden wie Horst Rißmann oder Helga Wiebe, welche jahrelang ehrenamtlich für unseren Verein aktiv waren.

Klar bedurfte es auch immer wieder viel Engagement von den jeweiligen Sektionsleitern, damit sich die jeweilige Sektion weiter entwickeln konnte. Und das taten alle Sektionen bis zum Jahre 1990.

Mit der Wende und damit mit dem Untergang der DDR musste die Vereinsarbeit auf neue Füße gestellt werden. Ein Verein konnte nicht einfach so wie bisher fortexistieren, sondern musste den rechtlichen Bedingungen der neuen Welt angepasst werden.

Es wurde schnell klar, dass sich nicht jede Sektion diesen neuen Anforderungen stellen wird und es folgte ein erheblicher Aderlass an Mitgliedern und Sektionen.

Letztendlich wurde der Verein SG Einheit Berliner Bär mit den Sektionen Leichtathletik, Skilaufen, Gymnastik und Wandern zum 1.07.1991 neu gegründet.

Federführend war hier Folker Lorenz, welcher seit 1991 die Sektion Leichtathletik und den Gesamtverein bis zu seinem Tode führte.  Martin Horn stand seit dieser Zeit ihm als Stellvertreter bis zum Ableben von Folker Lorenz (Mai 2009) zur Seite. Danach führte er den Verein bis zur nächsten Wahl, damit ein geordneter Übergang zum neuen Vorsitzenden erfolgen konnte.

Inzwischen hatten sich die Sektionen Wandern und Leichtathletik ebenfalls schon aufgelöst, weil der Altersdurchschnitt immer höher wurde und ganz natürliche Abgänge zunächst ein schrumpfen und später zur Auflösung führten.

Gegenwärtig bestehen wir nur noch aus 2 Sektionen.

Der Sektion Gymnastik und der Sektion Skilaufen.

Auch hier ist ersichtlich, dass wir den Alterungsprozess nicht aufhalten können.  Die Sektion Gymnastik welche gegenwärtig noch aus zwei Übungsgruppen besteht hat bereits einen Altersdurchschnitt, welcher über unseren Vereinsjahren besteht und die Sektion Ski nähert sich diesem Durchschnitt ebenfalls.

Trotzdem ist es immer wieder bewundernswert wie sich die einzelnen Sportfreundinnen und Sportfreunde mit Hingabe ihrem Training widmen.  Spaß und Freude dabei haben und wenn ich Sie so sehe, immer noch fit und Gesund wirken. Das möge auch noch viele Jahre so bleiben.

Dank geht hier aber auch den Sportfreunden, welche dafür Sorge tragen, dass der Verein auch gegenwärtig überhaupt existieren kann. Es sind Birgit Thiele, Recka Tille, Uwe Ruppin, Sven Mittendorf, Ingrid Klinke oder auch über viele Jahre Dr. Petra Schmidt

Meine persönlichen Erinnerungen mit diesem Verein beginnen mit dem Jahr 1973. Als damals 19-jähriger junger Mann stieß ich zu den Skilangläufern. Habe viele der hier bereits erwähnten Sportfreunde schon als junger Mann kennen und schätzen gelernt. Inzwischen bin auch ich mit den Jahren gereift und seit 46 Jahren Mitglied dieses Vereins. Als man mich 2011 fragte ob ich mich zur Wahl als Vorsitzender stellen würde, habe ich nicht gezögert um Ja zu sagen, weil auch ich meinen Beitrag dazu leisten möchte, damit dieser Verein wenn möglich noch viele Jahre erleben soll. Mir liegt es am Herzen, dass wir alles dafür tun, dass wir wieder etwas Jünger werden. Ich weiß, dass dies kein einfaches Unterfangen in der heutigen Zeit ist, aber sich nur dem Schicksal ergeben ist auch keine Lösung.

Erheben wir das Glas und freuen uns auf das Vergangene, begegnen die Gegenwart und schauen erwartungsfroh in die Zukunft. Zum Wohl

Martin Horn

Am 24.10.2019 verstarb unser langjähriger 2. Vorsitzender Sportfreund Martin Horn nach längerer Krankheit.

Wir wünschen seiner Frau und den Angehörigen viel Kraft für die Zukunft. Martin wird uns nicht nur wegen seinem Engagement sondern auch für viele gemeinsame sportliche Aktivitäten in Erinnerung bleiben.

Ruhe sanft.

Seiffen – ist immer eine Reise wert

Am 29. und 30.Juni war es wieder mal soweit. Frank und Bettina von der Sportwelt Preussler haben zu den Rollski-Bergläufen nach Seiffen eingeladen.

Dabei standen am Samstag die Rennen der Klassiker auf dem Programm während am Sonntag dann die Skatingfreunde zum Zug kamen. Gleichzeitig wurde hier dann die Deutsche Rollski-Bergmeisterschaft ausgetragen.

Das Wetter war nicht nur sommerlich prognostiziert, es zeigte sich gegenüber dem Vorjahr von der besten Seite.

Meine Anreise erfolgte schon wie in den Vorjahren am Freitagabend.  So konnte ich ausgeruht und ohne Stress mich auf den Lauf am Nachmittag vorbereiten.

Aber irgendwie schien es nicht mein Tag zu werden. Erst wurden die Schuhe im Hotel vergessen (zum Glück noch rechtzeitig gemerkt) und dann stieg ich zunächst in den Bus ohne Skiroller. Die Sportfreunde machten mich darauf aufmerksam, dass es ein Rollskirennen sein wird.

Nachdem die Starter des Hauptlaufes bei uns vorbei kamen ging es auch für uns Senioren und den Jugendlichen los. Bis zur Kirche war ich mit den Jugendlichen mitgelaufen, das sollte sich rächen, weil ich damit wohl ein wenig zu schnell angegangen bin.

Mit großer Mühe hatte ich dann das Ziel noch als Klassenzweiter erreicht. Bis zur Siegerehrung hatte man dann die Zeit sich mit einigen Sportfreunden auszutauschen über das Rennen und über zukünftige Rennen.

Am Sonntag gingen die Rennen schon gegen 10 Uhr los.

Vom Vortag etwas geläutert, habe ich mich ein wenig intensiver aufgewärmt und bin dann im flachen Teil nicht ganz so schnell mit angegangen. Das zeichnete sich später positiv aus. Als es in die Berge ging, konnte ich den einen oder anderen Sportfreund wieder einholen und dann hinter mir lassen. Am Ende hatte ich meine Klasse klar gewonnen. Neben dem ersten Platz gab es einen schönen Lichterbogen aus dem Erzgebirge als Siegerpreis.

Seiffen ist immer eine Reise wert, weil Frank und Bettina diese Wettkämpfe hervorragend organisieren und die Preise für die jeweils Erstplatzierten sind immer von hoher Güte.

Es wäre sicherlich besser gewesen, wenn wir als Myroller Racing-Team mit mehreren Sportlern angetreten wären, aber selbst ein 1. Und ein 2.Platz kann sich sehen lassen.

Seiffen ist auch im Winter eine Reise wert. Die Sportwelt Preussler richtet so schon seit Jahren die Landesmeisterschaften Brandenburg mit aus. Dieser Termin ist in der Regel Ende Januar. Der Berliner Skiverband sollte sich ernsthaft überlegen, ob dies nicht eine sinnvolle Lösung wäre unsere zunehmend kümmerlich wirkende Meisterschaft in Klingenthal/Mühlleithen dorthin zu verlagern. Von uns Sportfreunden wurde das jetzt schon mehrfach angeregt. Wir wissen von unseren Partnern, dass Sie diesbezüglich dem Berliner Landesskiverband die guten Möglichkeiten offeriert haben und Unterstützung zugesagt haben.

Ich denke, es ist an der Zeit, diesen neuen Weg zu gehen.

Eine schöne Geschichte

Bei der Durchsicht der Ergebnisliste vom König-Ludwig-Lauf 2019 stellte Steffen Weikert fest, dass noch ein Berliner mitgelaufen war und dazu noch schneller, als er selbst. Dieser startete für die SG Einheit Berliner Bär. Damit war für Steffen, als gebürtigen Erzgebirgler, das Interesse geweckt. Im Netz findet man unsere Seite und damit Hans Raschke.

Zum guten Schluss haben wir 3 neue Mitglieder: Vater Steffen, 49, Sohn Leo, 17 und Tochter Carlotta, 11.

Herzlich Willkommen im Verein!

Frühjahrsfahrt der Bären 2019

Gemäß unserer Tradition haben wir uns wieder einen Ort in der Nähe von Berlin ausgesucht, der landschaftlich und historisch einiges zu bieten hat. So kamen wir auf Bad Freienwalde, im Nord-Osten Berlins in der Nähe zur Oder und der Grenze zu Polen. Diesmal kamen noch günstige Voraussetzungen für sportliche Aktivitäten, wie Radfahren und Skirollern auf dem Oderdeich hinzu.

Bad Freienwalde, mit langer Tradition als Kurbad vor den Toren von Berlin, ist umgeben von einer bewaldeten Hügellandschaft und unmittelbar angrenzend an den Oderbruch. Ein faszinierender Kontrast von bewaldeten Bergen sowie Schluchten und die fast endlose Weite bis zur Oder. Neben den landschaftlichen Besonderheiten war für uns interessant die historische Entwicklung der Stadt mit dem Kurbad und die Trockenlegung des Oderbruchs zu der damaligen Nutzung als Gemüsegarten Berlins.

Eine weitere, für uns als Skisportler besonders interessante Besonderheit hat Bad Freienwalde als nördlichstes Skisportzentrum Deutschlands mit den Skisprungschanzen im Papengrund zu bieten. Zwar konnten wir beim Mattensprungtraining des Nachwuchses am Freitag nur zusehen. Aber auch wir waren nicht faul. Einige von uns haben dann am Sonnabend auf dem Oderdeich zwischen Zollbrücke und Hohenwutzen eine Einheit von knapp 25 km mit Skiroller oder dem Fahrrad absolviert. Zurück an der Zollbrücke gab es zur Belohnung Kaffee, Kuchen, Eis…

Das Hotel, im Stadtzentrum gelegen passte in der Größe sehr gut. Das Personal hat uns sehr freundlich aufgenommen. Wir konnten uns fast wie zu Hause fühlen. Insgesamt war das wieder eine interessante gemeinsame Fahrt mit viel Spaß!