Zum Jahreshöhepunkt ins Museum

Traditionell ist für uns Skiläufer die Berliner Meisterschaft, in den letzten Jahren in Mühlleithen, der Saisonhöhepunkt. Am 23. Februar 2020 war das etwas anders. Die Quartiere waren zwar gebucht, aber die Meisterschaft wegen Schneemangel abgesagt. Es musste also ein Plan B her. Die Fahrt ins Vogtland sollte doch wieder ein Erlebnis werden! Die Region um Klingenthal ist als Wiege des Musikinstrumentenbaus bekannt. Was lag da näher, uns darüber genauer zu informieren. Die Ankündigungen des Musikinstrumenten Museum in Markneukirchen machten uns neugierig, wurden aber voll erfüllt: 3500 Musikinstrumente aus aller Welt, dabei die Kleinsten und die Größten, z.B. die weltgrößte Geige, 4,27 m hoch, oder die Riesentuba mit einer Rohrlänge von 11,20 m. Aber auch die Informationen zum Instrumentenbau, einschließlich der Blick in eine Werkstatt, war sehr anschaulich. Die Sammlung von vogtländischen Streich-, Zupf- und Blasinstrumenten vom 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit zeigte große Schaffensbreite der Region. Beeindruckt, von der präsentierten Kunstfertigkeit, verließen wir das Museum. Aber dabei wollten wir es nicht bewenden lassen, eigentlich stand ja Skilaufen auf dem Programm. Das Skistadion in Mühlleithen war dafür nicht mehr zu nutzen, aber die Kammloipe bei Carlsfeld hatte noch eine durchgehende Schneeauflage. Damit funktionierte auch der 2. Teil vom Plan B: 2 Stunden Skilaufen und alle waren glücklich.

Uwe Ruppin, Abt.Ski EBB

350 Jahre Musikinstrumentenbau

Quelle: Musikinstrumenten Museum Markneukirchen